Gemeinsames Projekt für mehr Regionalität auf dem Teller
Am 25. und 26. Juni fand zum ersten Mal eine Fortbildung für drei Klassen von Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik Dieringhausen statt. Gestaltet und koordiniert wurde diese vom Ernährungsrat Bergisches Land (ERBL) in Kooperation mit der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft (BAK) und der AggerEnergie.
Im Mittelpunkt stand die gesunde und nachhaltige Ernährung für Kinder. Denn die täglichen Mahlzeiten sind ein wesentlicher Bestandteil des Kita-Alltags. Am Frühstücks-Angebot wurde beispielhaft dargestellt und gemeinsam erarbeitet, wie die Auswahl für Kinder auf zukunftsfähige Beine gestellt werden kann.
Zentrales Thema war der nachhaltige Konsum von Lebensmitteln. Es ging um die Verwendung von Lebensmitteln aus der Region und den sorgsamen Umgang damit, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Im Mittelpunkt standen einfache und genussvolle Frühstückideen, die auch im Kita- bzw. Betreuungs-Alltag umzusetzen sind.
Geplant wurde die Fortbildung von Silvia Fröhning, Sprecherin der Perspektivgruppe „essbare Bildung“ beim ERBL. Angefragt hatte das Angebot, Mareen Ritter, Lehrerin am Berufskolleg in Gummersbach-Dieringhausen und verantwortlich für die Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Rahmen des Landesprogramms „Schule der Zukunft“ an der Schule.
In diesem Jahr nahmen zwei Klassen der praxisintegrierten Ausbildung zum/zur Erzieher*in (PIA) und eine Klasse des vollzeitschulischen Bildungsgangs (FSP) an der Fortbildung im Kochstudio der AggerEnergie teil. Der Energieversorger veranstaltet selbst bereits seit vielen Jahrzehnten eigene Kochkurse, insbesondere für die Jüngsten in der Region – immer mit dem Fokus auf einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit Energie und Lebensmitteln. Insgesamt waren trotz der heißen Temperaturen gut 50 Studierende mit großem Interesse und Begeisterung dabei.
Inhaltlich gestaltet wurde die Fortbildung zum einen von Vera Zielberg von der AggerEnergie. Zum anderen von Irmgard Kutsch. Sie vermittelte den angehenden Erzieherinnen und Erzieher vor allem viele Ideen zur Umsetzung des Themas im pädagogischen Alltag. Denn Sie ist erfahrene Erzieherin und Initiatorin des Projektes „Mehr Natur für Kinderorte“. Den Auftakt übernahm Oecotrophologin Silvia Fröhning. Sie widmete sich den Grundlagen einer gesunden und nachhaltigen Ernährung aus der Region und der Umsetzung im Kita-Alltag.
Danach wechselten die Teilnehmer*innen in das Kochstudio der AggerEnergie, wo die künftigen Erzieher*innen [EMB1] unter Anleitung von Vera Zielberg bzw. Inge Schmidt-Clemes (AggerEnergie), Irmgard Kutsch (BAK) und Silvia Fröhning (ERBGL) gesunde Frühstücks-Angebote zubereiteten und die Ergebnisse anschließend in der Runde vorstellten, um diese dann gemeinsam zu genießen. „Ziel ist es, die gewonnenen Erkenntnisse mit in die Einrichtungen zu nehmen und vor Ort umzusetzen“, sagte Ritter.
Geplant ist, dass diese Fortbildung zukünftig immer am Ende des 1. Ausbildungsjahres für beide Bildungsgänge der Fachschule für Sozialpädagogik des Berufskollegs Dieringhausen stattfindet.